Take it easy, baby!

so I remember (Kugelschreiber auf Papier/ digital nachbearbeitet/ 2012)
"Unsere Zugfahrt wird sich auf unbestimmte Zeit verzögern..."

Der dickliche Mann neben mir schnaubt verächtlich. Sein Schnauben ist so heftig, dass der Luftzug bei mir ankommt. Na großartig... das Schlimme ist nicht das Stehenbleiben des Zuges, sondern bis auf unbestimmte Zeit einem Choleriker ausgesetzt zu sein... 
Es folgt: Nervöses Trippeln mit dem Fuß, Monologe über die Zuverlässigkeit der Bahn, wieder lautes Schnauben, hektisches Tippen ins Handy, Hände über dem Kopf zusammen schlagen...
Die einzig richtige Strategie für mich damit umzugehen: Ich krame entspannt nach meinem Skizzenbuch und beginne zu zeichnen, natürlich in aller Gelassenheit :)

Wenn man rund 2000 Stunden seines Lebens im Zug verbracht hat, lernt man eben dazu. Außerdem wird man, wenn man um 4:55 Uhr in Aachen startet, unterwegs mit einem herrlichen Sonnenaufgang belohnt. An solche schönen Momente im Zug erinnere ich mich doch viel lieber!

Morgens im Zug (2012)


Kommentare:

  1. ja, ich hab in meinem Skizzenbuch auch so einige Zug-Mitreisende :) und das Foto is auch sehr gelungen!

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    1. Dankeschön :) Ein Zug ist wirklich der perfekte Ort zum Zeichnen. Würd mich freuen deine Skizzen auch demnächst in deinem Blog zu sehen!

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